Arbeitswelt
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Starkes Ego, starke Teams? Wann Charisma zum Vorteil wird

Von Michael Kudal 1 Minute Lesezeit

Wenn in der Arbeitswelt Führungskräfte narzisstische Züge haben, ist das nicht per se negativ. „Narzissmus kann auch positive Seiten haben§, sagt Iris Gauglitz. Sie ist Professorin für Organisations- und Arbeitspsychologie.

Tritt eine Führungskraft etwa sicher, überzeugend und charismatisch auf, kann das auf Mitarbeiter zunächst motivierend und inspirierend wirken. Eine Person mit einem solchen Auftreten ist zudem in der Lage, schnell das Interesse von Kunden oder Partnern zu gewinnen. „Das kann zum Beispiel im Vertrieb von Vorteil sein“, so Gauglitz. Auch kann eine Führungskraft, die sicher, überzeugend und charismatisch auftritt, in Krisenzeiten Halt geben.

Narzissmus wird allerdings dann zum Problem, wenn der oder die Vorgesetzte wenig Empathie zeigt, also sich beispielsweise nicht um die Sorgen und Bedürfnisse des Teams kümmert. „Oder wenn der Chef oder die Chefin Mitarbeiter nur als Mittel für den eigenen Erfolg nutzt und die Schuld für Fehler wiederholt bei anderen statt bei sich selbst sucht“, sagt die Professorin. Dagegen sollten sich Beschäftigte zur Wehr setzen und der Führungskraft klar Grenzen aufzeigen – etwa mit Unterstützung des Betriebsrats.

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