Schadenfreude im Job – wie man sie sinnvoll nutzt

Foto: Blackmint Studio/ stock.adobe.com

Wer war noch nie schadenfroh? Vermutlich gibt es kaum jemanden, der das Gefühl nicht kennt. Auch im Job gibt es genug Gelegenheiten: Wenn der allzu selbstbewusste Kollege einen Dämpfer erhält, das Projekt des konkurrierenden Teams abgelehnt wird oder wenn bei der Kollegin, die einem ohnehin nicht geheuer ist, ein Fehler korrigiert wurde.

Schadenfroh – was jetzt?

Die Frage sei nicht, ob man Schadenfreude empfinde, sondern wie man damit umgehe. Interessant sei zudem, dass Konkurrenzsituationen förderlich für Schadenfreude seien. Wo an gemeinsamen Zielen gearbeitet werde, schwinde sie dagegen.

Wichtig ist, dieses Gefühl als Signal zu verstehen. Jedes Mal, wenn Sie diesen kleinen Funken der Befriedigung über den Rückschlag einer anderen Person spüren, hält Ihre Psyche Ihnen einen Spiegel vor. Sichtbar werde, wo man sich am unsichersten und verletzlichsten fühle.

3 Tipps für sinnvollen Umgang

Schadenfreude muss man nicht verleugnen, sondern man kann konstruktiv damit umgehen – gerade auch im Job.

  1. Achten Sie eine Woche lang darauf, wann Sie Schadenfreude empfinden, und notieren Sie es. Das macht Muster deutlich und hilft zu erkennen, welche eigenen inneren Ängste zugrunde liegen. Mit diesem Wissen lässt sich die eigentliche Ursache angehen.
  2. Wenn Sie Schadenfreude bemerken, machen Sie bewusst das Gegenteil. Schicken Sie eine ermutigende Nachricht, bieten Sie Hilfe an oder sprechen Sie öffentlich positiv über die Person. Das klingt künstlich, kann aber die eigene Einstellung verändern.
  3. Arbeiten Sie mit Kollegen zusammen an einer Sache. Gemeinsame Ziele zu haben, reduziert die Schadenfreude. Dann geht es nicht mehr ums Vergleichen, sondern ums Miteinander und gegenseitige Unterstützen. Aus Neid kann Bewunderung werden.

Schadenfreude konstruktiv umzuwandeln lohnt sich: Man wird sicherer, anderen gegenüber großzügiger und letztendlich glücklicher. Wer seine Schadenfreude erkenne und bewusst damit arbeite, entwickle oft sogar mehr Empathie als diejenigen, die solche Gefühle einfach leugneten.

 

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