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Entscheiden ist (k)eine Kunst

Von Peter Peschel 2 Minuten Lesezeit

„Entscheidungen machen uns zu dem, der wir sind. Und wir haben immer die Wahl, das Richtige zu tun“. Das ist nicht die Erkenntnis eines großen Denkers, sondern eine Weisheit von Spiderman, dem Spinnen-Mann und Superheld aus dem Kino. Der Satz umschreibt aber auch sehr schön das Gefühl vieler Menschen, sich partout nicht entscheiden zu können. Dabei ist Entscheiden eine Kunst, die man üben kann. Wir helfen Ihnen, wie Sie sicherer Entscheidungen treffen können. Es ist schon mal eine gute Entscheidung, jetzt weiter zu lesen.

Noch nie mussten wir so viel entscheiden wie heute. Psychologen sprechen von einer „Tyrannei der Wahl“. Denn wer die Wahl hat, hat auch bekanntlich die Qual. Die vielen Möglichkeiten machen uns das Leben schwer. Wir verschieben Entscheidungen gerne auf den nächsten Tag, treffen dann wieder keine und stressen uns dadurch noch mehr. Meist fehlt uns der Mut, andererseits möchten wir die Konsequenzen nicht tragen oder können das Pro und Contra nicht abzuwägen. Das führt dazu, dass wir uns lieber alle Möglichkeiten offen halten und uns tagelang den Kopf zerbrechen. Was möchte ich? Was ist mir wichtig? Was soll ich jetzt tun? Was soll ich gerade jetzt nicht tun? Viele Fragen, aber keine Antworten. Wir haben verlernt, uns zu entscheiden!

Und das ist keine Überraschung. Wir werden täglich bei unseren Entscheidungen beeinflusst. Vom Verkäufer an der Käsetheke, der Werbung im Fernsehen, von Frau und Kindern oder im Beruf. Die große Freiheit führt eher das, dass wir beginnen zu rotieren. Denn der Mensch hat beides, Bauchgefühl und Verstand. Dabei gibt es keine gute oder schlechte Entscheidung, aber einige Hilfen, um klug zu wählen:

  1. Entscheiden Sie mit Ruhe und Gelassenheit, auch unter Zeitdruck.
  2. Versuchen Sie zu lernen, äußere Einflüsse und Emotionen zu ignorieren. So bringen Sie Gefühl und Verstand in Einklang.
  3. Jede Entscheidung ist besser, als im Wartezustand zu verharren und überhaupt keine Entscheidung zu treffen. Das kostet Kraft.
  4. Sie fühlen sich nach der richtigen Entscheidung zuversichtlich und erleichtert. Keine oder eine schlechte Entscheidung lässt Sie nicht zur Ruhe kommen.
  5. Entwickeln Sie auch eine Alternative. So können Sie zwischen zwei Möglichkeiten wählen.
  6. Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung.
  7. Verzichten Sie auf schnelle Änderungen, aber überprüfen Sie Ihre Entscheidung von Zeit zu Zeit.
  8. Holen Sie sich aktiv Rat. Sprechen Sie mit Freunden, der Familie.
  9. Die Angst vor Fehlern ist der Entscheidungskiller überhaupt. Keine Angst, Sie lernen aus Fehlern.
  10. Seien Sie mutig und lassen Sie einfach mal los.

Es ist also kein guter Rat, sich nur auf den rationalen Verstand oder die Signale des Körpers zu verlassen. Beide Komponenten haben ein Recht, beachtet zu werden. Der Mix macht’s also. Vielleicht ist diese Erkenntnis das Geheimnis für eine gute Entscheidung.

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