Ekel-Falle: Hier lauern mehr Keime als auf dem Klo

FOTO: KI-generiert

Es ist ein Gedanke, bei dem sich viele Berufstätige lieber die Ohren zuhalten würden: Der eigene Arbeitsplatz kann ein wahres Paradies für Bakterien sein – und zwar an Stellen, die man täglich mehrfach berührt, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden.

Die Tastatur, auf der wir stundenlang tippen, sammelt Krümel vom hastigen Mittagssnack, Hautschüppchen und jede Menge unsichtbares Leben. Untersuchungen aus der Vergangenheit haben immer wieder gezeigt, dass sich auf so mancher Computertastatur mehr Mikroorganismen tummeln als auf einer Toilettenbrille. Ein Bild, das den Appetit auf das nächste Butterbrot am Schreibtisch gründlich verderben dürfte.

Die heimlichen Keimschleudern

Besonders tückisch sind die Dinge, die wir mit den Händen anfassen, ohne nachzudenken. Die Computermaus, das Telefon, die Türklinke zum Besprechungsraum – all das wandert von Kollege zu Kollege. Wer erkältet ist und niest, verteilt seine Erreger auf diese Weise munter im gesamten Büro. Kein Wunder also, dass eine Grippewelle innerhalb weniger Tage ein ganzes Team lahmlegen kann.

Auch die gemeinschaftlich genutzte Kaffeeküche hat es in sich. Der Griff der Kaffeemaschine, der Wasserhahn, der Kühlschrank mit den halb vergessenen Essensresten: Hier treffen die Hände vieler Menschen aufeinander. Und wer kennt ihn nicht, diesen einen Becher hinten im Schrank, in dem sich seit Wochen etwas Undefinierbares bildet?

Handys als Bazillen-Transporter

Ein oft unterschätzter Übeltäter steckt in fast jeder Hosentasche: das Smartphone. Wir wischen darauf herum, legen es auf den Tisch, nehmen es sogar mit auf die Toilette – und halten es uns anschließend ans Gesicht. Fachleute raten daher, das Display regelmäßig mit einem geeigneten Tuch zu reinigen. Trotzdem tun es die wenigsten konsequent.

Was wirklich hilft

Die gute Nachricht: Man muss keine Angst vor dem eigenen Schreibtisch bekommen. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lässt sich das Keim-Problem deutlich entschärfen. An erster Stelle steht das gründliche Händewaschen – vor allem nach dem Toilettengang und bevor man etwas isst. Wasser und Seife bleiben dabei das wirksamste Mittel, oft besser als jedes teure Desinfektionsspray.

Wer seine Tastatur, Maus und das Telefon einmal pro Woche mit einem feuchten Reinigungstuch abwischt, tut bereits viel für die eigene Gesundheit. Und wer krank ist, sollte im Zweifel lieber zu Hause bleiben, statt die halbe Belegschaft anzustecken. Auch das Lüften spielt eine Rolle: Frische Luft senkt die Konzentration von Erregern im Raum spürbar.

Der Klassiker: Essen am Arbeitsplatz

Besonders heikel wird es, wenn Krümel und Soßenreste zwischen den Tasten landen. Diese organischen Reste sind das perfekte Futter für Bakterien. Ein kurzer Gang in die Küche oder Kantine ist deshalb nicht nur hygienischer, sondern gönnt dem Kopf auch eine echte Pause vom Bildschirm.

Bürohygiene ist keine Raketenwissenschaft. Ein bisschen Aufmerksamkeit, ein Reinigungstuch in der Schublade und die Bereitschaft, öfter mal die Hände zu waschen, reichen völlig aus. Dann bleibt der Schreibtisch das, was er sein soll – ein Arbeitsplatz und keine Brutstätte für unerwünschte Untermieter.