Montagmorgen, der Laptop steht auf dem Küchentisch, der Kaffee daneben. Für viele Beschäftigte ist dieser Arbeitsplatz längst Alltag. Und daran dürfte sich so schnell wenig ändern: Homeoffice bleibt in Deutschland beliebt – auch wenn manche Unternehmen ihre Regeln zuletzt wieder verschärft haben.
In der Informationswirtschaft wird inzwischen rund ein Viertel der Arbeitszeit zu Hause geleistet. Die Unternehmen erwarten nicht, dass dieser Anteil sinkt. Das zeigt eine Befragung von 1400 Betrieben durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).
Besonders verbreitet ist das Arbeiten von zu Hause bei Softwarefirmen, Verlagen, Werbeagenturen und Unternehmensberatungen. 85 von 100 Unternehmen ermöglichen ihren Beschäftigten mindestens einen Homeoffice-Tag pro Woche. Bei zwei Dritteln sind sogar mindestens zwei Tage möglich. Rund die Hälfte erlaubt drei oder mehr Tage.
Damit bleibt das Homeoffice-Niveau seit der Corona-Pandemie erstaunlich stabil. Der Anteil der Arbeit, die von zu Hause erledigt wird, hat sich im Vergleich zur Zeit vor Corona sogar fast verdoppelt.
Etwas anders sieht es im verarbeitenden Gewerbe aus. Wo Maschinen, Werkhallen oder Labore den Arbeitsplatz bestimmen, ist Homeoffice schwieriger. Trotzdem bietet auch dort etwa jedes zweite Unternehmen mindestens einen Homeoffice-Tag pro Woche an. Zwei Tage sind bei rund 30 Prozent der Betriebe möglich.
»Die Coronapandemie hat in großen Teilen der Wirtschaft zu einer dauerhaften Änderung der Arbeitsweise geführt, sofern es die Tätigkeiten zulassen«, sagte Studienleiter Daniel Erdsiek. Aus Sicht der Unternehmen werde sich daran auch in den nächsten zwei Jahren nichts ändern. »In welchem Umfang Homeoffice angeboten wird, hängt nicht nur von der Branche, sondern auch von der Größe der Unternehmen ab: Je größer ein Unternehmen, desto mehr Homeoffice wird tendenziell ermöglicht.
